Schleifmühlenbrücke, Schwerin

Leistung: 

Denkmalpflegerische Zielstellung als Ergänzung zu einer technischen Planung für ein Brückenbauwerk

Fertigstellung: 
2015
Auftraggeber: 

IBD Ingenieurgesellschaft mbH
Verkehrs- und Brückenplanung
An der Schlenke 4
19065 Raben Steinfeld 

Die denkmalgeschützte Schweriner Schleifmühle wurde 1705 am nordwestlichen Auslauf des Faulen Sees in den Mühlengraben errichtet. In diesem Zusammenhang wurde vermutlich auch die erste Brücke errichtet. Das heutige Bauwerk trägt einen Gewölbestein von 1861 und besteht aus einem gemauerten Ziegelgewölbe und Flügelmauern. Da aufgrund des baulichen Zustandes bereits eine Einschränkung für den Schwerlastverkehr besteht, ist eine Instandsetzung der Brücke notwendig. Das gesamte Ensemble aus Mühlengebäude, ehemaligem Schleifmüllerwohnhaus und Brücke hat durch die unmittelbar angrenzende Lage an den Schweriner Schlossgarten und den Denkmalbereich „Ostorfer Hals“ eine sehr große denkmalpflegerische Bedeutung. 

Um den Brückenkörper in seinen ursprünglichen Dimensionen erhalten zu können und trotzdem die Anforderungen an Ausbaubreiten von Verkehrswegen erfüllen zu können, wird das bestehende Bauwerk instandgesetzt und für den Fußgängerverkehr ein neues Brückenbauwerk in paralleler Lage errichtet. Im Brückenumfeld wurden vorhandene Materialen aufgenommen und typisiert, um eine gezielte Wiederverwendung zu ermöglichen. Das Brückenbauwerk selbst wurde durch einen späteren Anbau auf der Südseite stark verändert. Die im Zusammenhang erhaltenen Mauerwerksflächen sollen durch Ausbesserung und Neuverfugung denkmalgerecht saniert und die fehlenden Bauteile in Stahlbetonbauweise ergänzt werden. Die Einbauten und Beschilderungen sollen zukünftig auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die Oberflächen der Fußwege sollen in Wassergebundener Bauweise errichtet und die notwendigen befestigten Flächen für die Bushaltestellen im Farbton optisch angepasst werden. Die ursprünglich auf der westlichen Bauwerksseite vorhandenen Standorte von Einzelbäumen sollen neu besetzt werden.